Fleisch von der Stiefelgeiss

 

Gitzifleisch enthält nur wenig Fett, ist cholesterinarm, mild und hat nur wenig Kalorien. Mit seinem hohen Anteil an Eiweissen und ungesättigten Fettsäuren gilt es als sehr gesund. Beim Herbstgitzi handelt es sich um das qualitativ beste Ziegenfleisch. Durch die mehrmonatige Weidezeit an besten Standorten, wird das Fleisch rötlich, kräftig und aromatisch, bleibt aber dennoch feinfaserig und zart. Ebenso tragen die Herbstgitzi zum Erhalt der gefährdeten Rassen bei.

 

 

Maja mit Mutzli / Trämmelflue Twann

 

 

 

Patenschaft

 

Möchten Sie unsere Projekte mit einer Geissen Patenschaft unterstützen?

 

Mit einer Patenschaft tragen Sie direkt zur Erhaltung der ProSpezieRara Stiefelgeiss bei. Zudem leisten Sie einen wesentlichen ökologischen Beitrag, indem auch in Zukunft Trockenstandorte in unserer Region schonend beweidet werden können.

 

Eine Patenschaft kostet jährlich Franken 200.- . Im Frühling findet jeweils ein Paten - Geissentreffen auf dem Hof statt, zudem können die Paten "ihre" Geiss jederzeit besuchen.

 

 

Patenschaft zu vergeben: Enola sucht noch einen Paten/in

 

Back to the roots: Unsere Geissen Uma und Enola sind nach zweieinhalb Jahren "Määäh-Einsatz" in La Neuveville nach Sutz heimgekehrt!

 

 

Enola, geb. 27.03.2014

 

 

 

Unterhalt von Trockenstandorten mit Stiefelgeissen

 

Kulturlandschaft Jurasüdfuss
Die traditionelle Kulturlandschaft des Jurasüdfusses besteht vielerorts aus einem Mosaik aus Trockenwiesen, Busch- und Baumgruppen sowie kleinen Felsen und Schuttfluren. Diese Strukturvielfalt, der kalkhaltige Untergrund und die starke Sonneneinstrahlung haben zu einer besonders hohen Artenvielfalt geführt: besonders wärmeliebende, submediterrane Orchideen, Schmetterlinge, Käfer, Reptilien und Vögel haben hier ihren Lebensraum. Früher wurden viele dieser Standorte einmal pro Jahr gemäht und dann mit Kleinvieh bestossen. Doch diese Art der landwirtschaftlichen Nutzung rentiert schon lange nicht mehr. Viele ehemalige Trockenstandorte verganden und verbuschen deshalb. Ergebnis: die reiche Flora und Fauna droht zu verschwinden.
 
Die Rückkehr der Ziegen

Um diese wertvolle Kulturlandschaft und die damit verbundene Artenvielfalt zu erhalten, müssen die Flächen entweder gepflegt oder aber wieder extensiv genutzt werden. Die Pflege von Menschenhand ist sehr aufwändig. Mit dem gezielten Einsatz von Ziegen kann dasselbe Ergebnis wesentlich effizienter erreicht werden. Vor allem bei der Entbuschung einwachsender Flächen bewähren sich unsere vierbeinigen Helfer bestens. Zum Einsatz gelangen hier am Jurasüdfuss Stiefelgeissen, eine alte, vom Aussterben bedrohte Rasse aus dem Sarganserland. Die Stiefelgeiss eignet sich in besonderem Mass für die extensive Landschaftspflege. Sie ist robust und tolerant gegenüber extremer Witterung, so dass sie in unwegsamen Gebieten - immer mit trockenem und wettergeschütztem Unterstand - eine optimale Partnerin für die Bekämpfung von Verbuschung und Verwaldung ist. Ihre dicke Haut und die nicht so voluminösen Euter erleichtern das Bewegen im Busch- und Astwerk.
 
 
 
 

 

Weitere Informationen zum Thema:

 

Die Stiefelgeiss

Die Stiefelgeiss hat ihr Ursprungsgebiet im St. Galler Oberland. An der Landwirtschaftsausstellung 1909 wurde die Stiefelgeiss erstmals als eigenständige Rasse vor­gestellt.
 
 
Anfang der 80er Jahre war die Stiefelgeiss beinahe ausgestorben, wurde aber durch die Stiftung ProSpecieRara im letzten Augenblick gerettet Merkmale Charakteristisch ist eine braune oder schwarze Zeichnung am Kopf, Rücken und Beinen. Grannenhaare auf dem Rücken (Mänteli) und der Hinterhand (Hösli) sind weitere Merkmale der Stiefelgeissen.

 

Widerristhöhe:
 
Geissen: 67 - 77 cm
Böcke: 75 - 85 cm
 
Gewicht:
Geissen: 35 - 50 kg
Böcke: 65 - 80 kg