Appenzeller Spitzhaubenhuhn

 

Das Markenzeichen der Appenzeller Spitzhaubenhühner ist ihr auffälliger Kopfschmuck: die schmale, nach vorne geneigte Federhaube, welche an die Trachtenhaube der Appenzeller Sonntagstracht erinnert. Die munteren und vitalen Spitzhauben sind ideal an die Bedingungen der Berge angepasst. Sie klettern vorzüglich auf felsigem Grund und können ausserordentlich gut fliegen, was die Gehegebauer immer wieder vor Herausforderungen stellt.

 

Gerne übernachtet es auf Bäumen, sogar im Winter. Da es nur kleine Kehllappen und statt eines Kammes zwei kleine Hörnchen besitzt, kann ihm auch der strengste Frost kaum etwas anhaben. Hennen wiegen nur wenig über ein Kilogramm und Hähne kaum über 1.5 kg. Spitzhaubenhühner sind relativ gute Leger: Im ersten Jahr legen sie ca. 150 weissschalige, 55 Gramm schwere Eier. Ihr Bruttrieb ist gering. Im letzten Jahrhundert gab es mehr als zehn verschiedene Farbschläge dieser Rasse. Bis heute haben nur deren fünf überlebt: am häufigsten sind die silber-schwarz-getupften. Viel seltener und auf der Liste von ProSpecieRara sind die gold-schwarz-getupften, reingoldenen, schwarzen und reinweissen Schläge. Die Junghähne lassen sich ab der 8-9 Woche anhand der Hörnchen und der im Vergleich mit deren Schwestern grösseren Kehllappen erkennen.

 

   

Appenzeller Barthuhn

 

Das Appenzeller Barthuhn ist ein leichtes, temperamentvolles Huhn mit stolzer Haltung. Sowohl die Hähne wie die Hennen tragen kräftige Vollbärte, die von Federn geformt und schon an den Eintagesküken erkennbar sind. Barthühner liefern im ersten Jahr etwa 150 weissschalige Eier von je ca. 55 Gramm und können über mehrere Jahre legen. Glucken sind eher selten, da ihr Bruttrieb nur mässig ausgebildet ist.

Die dunkelfüssigen Hühner gehen das ganze Jahr hindurch gerne selbständig auf Futtersuche. Durch den kleinen Rosenkamm und die vom Bart bedeckten Kehl- und Ohrlappen bietet sich der Kälte wenig Angriffsfläche, ein Vorteil in der rauen Winterwitterung. Hennen wiegen 1.6 bis 1.8 kg, die Hähne 2.0 bis 2.3 kg. Die Rasse kam in zwei Farbschlägen vor: schwarz und rebhuhnfarben. Aus einer Kreuzung mit Andalusiern entstand zusätzlich ein blauer Farbschlag. ProSpecieRara setzt sich für den rar gewordenen rebhuhnfarbigen Schlag ein. Bei der Geschlechterunterscheidung der Jungtiere helfen ab der 8-9 Alterswoche die kräftiger rot gefärbten Kämme und kräftigeren Füsse der Hähne und deren aufkommende metallisch-kupferne Federglanz der Flügel, während die Hennen rebhuhnfarbig bleiben.

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